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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 22:50:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nur mal kurz]]></category>

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		<description><![CDATA[Von der Liste der Dinge, die ich schon längst hätte tun sollen: hier mal darauf hinweisen, dass ich als Bloggermädchen 2011 nominiert bin (das mit der Prokrastinierin stimmt eben leider doch)! Ich habe mich über die Nominierung jedenfalls sehr gefreut, damit hätte ich, ehrlich gesagt, echt nicht gerechnet. Ich bedanke mich bei allen, die für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=305&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/01/bloggermaedchen-2011_nominiert-1.png" title="Bloggerin 2011" class="alignright" width="180" height="194" /><br />
Von der Liste der Dinge, die ich schon längst hätte tun sollen: hier mal darauf hinweisen, dass ich als <a href="http://maedchenmannschaft.net/jetzt-abstimmen-fuer-die-bloggerin-des-jahres-2011/">Bloggermädchen 2011 nominiert</a> bin (das mit der Prokrastinierin stimmt eben leider doch)!<br />
Ich habe mich über die Nominierung jedenfalls sehr gefreut, damit hätte ich, ehrlich gesagt, echt nicht gerechnet. Ich bedanke mich bei allen, die für mich abstimmen, bin aber selbst noch damit beschäftigt, mir die anderen tollen Blogs anzusehen und rate allen, das auch zu tun &#8212; lohnt sich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/305/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/305/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=305&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bloggerin 2011</media:title>
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		<title>Diskriminierung und Meinungsfreiheit</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 16:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nur mal kurz]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Meinungsfreiheit ist ja eine ziemlich gute Sache. Ich hänge sogar sehr an ihr. Wie wären ohne sie Diskurs und Fortschritt möglich? Wie könnte ich ohne sie dieses Blog betreiben oder überhaupt das Leben führen, das ich führe? Und genau deswegen rege ich mich wahnsinnig auf, wenn mir vorgeworfen wird, ich wolle sie abschaffen. Oder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=281&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://memegenerator.net/instance/10279031?urlName=Privilege-Denying-Dude&amp;browsingOrder=Popular&amp;browsingTimeSpan=AllTime"><img alt="" src="http://c.static.memegenerator.net/cache/instances/400x/9/10038/10279031.jpg" title="Privilge Denying Dude" class="alignright" width="400" height="400" /></a> Die Meinungsfreiheit ist ja eine ziemlich gute Sache. Ich hänge sogar sehr an ihr. Wie wären ohne sie Diskurs und Fortschritt möglich? Wie könnte ich ohne sie dieses Blog betreiben oder überhaupt das Leben führen, das ich führe?<br />
Und genau deswegen rege ich mich wahnsinnig auf, wenn mir vorgeworfen wird, ich wolle sie abschaffen. Oder mir die Frage gestellt wird, ob ich &#8222;schonmal was von Meinungsfreiheit gehört&#8220; habe. Und das, weil ich mich über sexistische, rassistische, homophobe oder sonstwie diskriminierende Aussagen beschwere.<br />
Nicht, weil mir persönlich etwas unterstellt wird (&#8222;du willst Zensur betreiben!&#8220;). Sondern weil sich tatsächlich Leute <em>erdreisten</em>, etwas so Wichtiges wie die Meinungsfreiheit als Schutzschild für ihre diskriminierende Scheiße zu missbrauchen.</p>
<p>Die Diskussion auf eine solche Meta-Ebene zu bringen, um sich dem Inhalt zu entziehen, ist ein ziemlich fauler Trick.<br />
Vor allem zeigt er, dass diese selbsternannten Meinungsfreiheitskämpfer von der Meinungsfreiheit ungefähr so viel verstanden haben, wie die &#8222;Sprachschützer&#8220; von Sprache. Nein, Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass du ausnahmslos alles sagen darfst. Und sie bedeutet vor allem nicht, dass du ausnahmslos alles sagen solltest.</p>
<p>Wer als Frau in eine Gruppe kommt und mit sexistischen Witzen bombardiert wird, wird wohl eher nicht den Mund aufmachen. Wer als Muslim scherzhaft gefragt wird, ob er von Al-Qaida ist, ha ha, wird sich im Gespräch eher zurückhalten. Wer an spastischen Krämpfen leidet, wird sich reichlich unwohl fühlen, wenn die anderen permanent irgendwen als &#8222;Spasten&#8220; bezeichnen.</p>
<p>Jemanden darauf hinzuweisen, dass er/sie etwas Diskriminierendes gesagt hat oder sich diskriminierend verhält, greift die Meinungsfreiheit in keinster Weise an. Was die Möglichkeit, sich wirklich frei zu äußern allerdings massiv beeinträchigt, sind diskriminierende Aussagen. Zum einen dadurch, dass Betroffenen die Lust genommen wird sich zu beteiligen. Zum anderen dadurch, dass die Ansichten von Mitgliedern diskriminierter Gruppen (unterbewusst) als weniger wichtig wahrgenommen werden.<br />
Und ich habe es satt, dass Leute, die keine Lust haben ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, sich hinter der Meinungsfreiheit verschanzen und ihr damit den eigenlichen Schaden zufügen.</p>
<p><em>Anm.: letzter Absatz am 25.01.2012 aufgrund von Anmerkungen in den Kommentaren überarbeitet.</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/281/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/281/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=281&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Meinungsfreiheit, Esoterik und Wissenschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 12:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Du hast wohl noch nie was von Meinungsfreiheit gehört!&#8220;, wird mir gern an den Kopf geworfen, wenn ich irgendwelche Ansichten oder Aussagen kritisiere. Totalitäre Bestrebungen wurden mir in diesem Zusammenhang auch schon unterstellt. Dass Meinungsfreiheit doch ein Grundrecht ist, wird in einem großen Teil aller Diskussionen argumentiert. So auch beim Thema #Esogate und den Ansichten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=245&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Du hast wohl noch nie was von Meinungsfreiheit gehört!&#8220;, wird mir gern an den Kopf geworfen, wenn ich irgendwelche Ansichten oder Aussagen kritisiere. Totalitäre Bestrebungen wurden mir in diesem Zusammenhang auch schon unterstellt. Dass Meinungsfreiheit doch ein Grundrecht ist, wird in einem großen Teil aller Diskussionen argumentiert.<br />
So auch beim Thema <a href="https://twitter.com/#!/search/%23esogate">#Esogate</a> und den Ansichten der Berliner Fraktionsgeschäftsführerin Daniela Scherler, die derzeit für <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/die-piraten-haben-den-wertepluralismus-falsch-verstanden/5970156.html">negative Presse</a> über die Piraten und bei uns für viel Diskussion sorgen. Frau Scherler vertritt in ihren Esoterik-Ratgebern die Ansicht, Krankheiten wie AIDS oder Krebs seien selbstverschuldet.</p>
<p>Manche rufen zu Gelassenheit auf und fordern, das Thema abzuhaken und doch bitte wieder zur Politik überzugehen.<br />
Tatsächlich ist die Diskussion aber von größter Relevanz: wir werden über Meinungs- und Glaubensfreiheit sprechen müssen, über den Status der Wissenschaft und über unsere parteieigenen Werte. Es handelt sich um eine Diskussion über unsere Grundsätze.</p>
<p>Die Begriffe &#8222;Glaubensfreiheit&#8220; und &#8222;Wertepluralismus&#8220; fallen in dieser immer wieder. Frau Scherler hat doch ein <em>Recht</em> darauf zu glauben, was sie will. Es muss ihr doch erlaubt sein, diese Ansichten zu äußern. Meinungs- und Glaubensfreiheit zählen zu unseren höchsten Gütern.<br />
Das alles ist richtig &#8212; eine Gesellschaft, in der jede Menge Schwachsinn verbreitet werden darf, ist einer, in der für Meinungsäußerung Repressionen gefürchtet werden müssen, selbstverständlich vorzuziehen. Außerdem ist es viel zu einfach gedacht.</p>
<p>Es zeugt von einem eklatanten Missverständnis von Meinungsfreiheit, wenn unter ihr nicht nur das Recht auf, sondern auch die Gleichwertigkeit verschiedener Ansichten verstanden wird (mit Ausnahme vielleicht von rechtsextremem Gedankengut). Wenn Kritik als Angriff auf die Meinungsfreiheit verstanden wird.<br />
Die Denkweise, dass jede Meinung mit anderen auf mehr oder weniger einer Stufe steht, ist nicht nur naiv, sondern gefährlich. Sie verhindert Diskussion und damit Weiterentwicklung. Sie öffnet Tür und Tor für krude, gefährliche Ansichten, wie Frau Scherler sie verbreitet. Sie ermöglicht Ausdrücke wie &#8222;Wissenschaftsfundamentalismus&#8220;.</p>
<p>Auch dieser fiel in der Diskussion um unsere Fraktionsgeschäftsführerin. Er unterstellt, dass die Wissenschaft einen zu hohen Status einnähme, dass sie keinen Raum für andere Ansichten ließe und dogmatisch vertreten werde.<br />
Auch das ist gefährlich. Wissenschaft bringt (lebens)wichtige Erkenntnisse. Sie stützt sich auf Fakten oder zumindest auf starke Theorien.<br />
Dass Leute mit Ansichten, wie Scherler sie hat, ein Recht auf diese Ansichten haben, rechtfertigt in keinster Weise, dass wissenschaftliche Erkenntnisse diskreditiert und pseudomedizinische mit evidenzbasierten Theorien auf eine Stufe gestellt werden.<br />
Die Freiheit, an Schwachsinn glauben zu dürfen, ist notwendig. Das heißt nicht, dass dieser Schwachsinn dieselbe Legitimität hat wie wissenschaftliche Erkenntnisse. </p>
<p>Als Partei dürfen wir nicht nur, sondern <em>müssen</em> wir ein Wertesystem vertreten. Natürlich sollen wir für Meinungsfreiheit und Wertepluralismus stehen. Das heißt nicht, dass wir jede noch so krude Ansicht in den eigenen Reihen akzeptieren dürfen.<br />
&#8222;Wir sind für alle offen&#8220; ist keine Lösung. Die Diskussion um Scherler wird zeigen, wozu wir uns bekennen.</p>
<p>Links zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/12/die-berliner-piraten-und-die-esoterik.php">Scienceblogs</a><br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804278,00.html">Spiegel Online</a><br />
<a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/04/Dossier-Esoterik-Seelenpfuscher/seite-1">Zeit Online über Esoterik<br />
</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/245/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=245&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Rechten, die Linken und die Guten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 23:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<category><![CDATA[Extremismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Linksextremismus und Rechtsextremismus sind im Grunde dasselbe. Verwandte im Geiste. Allein ihrer Radikalität wegen abzulehen. Diese Vorstellung hält sich hartnäckig. Familienministerin Schröder steht eisern hinter ihrer Extremismusklausel. Das Thema &#8222;Linksextremismus&#8220; taucht in den Medien immer wieder auf &#8211; häufig nicht ohne missverständliche (oder durch Rechenfehler erzeugte falsche) Angaben. Obwohl linksmotivierte Straftaten seltener sind als rechtsmotivierte, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=218&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Linksextremismus und Rechtsextremismus sind im Grunde dasselbe. Verwandte im Geiste. Allein ihrer Radikalität wegen abzulehen.</p>
<p>Diese Vorstellung hält sich hartnäckig. Familienministerin Schröder steht eisern hinter ihrer Extremismusklausel. Das Thema &#8222;Linksextremismus&#8220; taucht in den Medien immer wieder auf &#8211; häufig nicht ohne missverständliche (oder durch Rechenfehler erzeugte falsche) <a href="http://www.bildblog.de/31601/bis-sich-die-balken-strecken/" title="Angaben">Angaben</a>. Obwohl linksmotivierte Straftaten seltener sind als rechtsmotivierte, obwohl erstere vor allem meist Sachbeschädigungen, zweitere meist Körperverletzungen sind.</p>
<p>Wie lässt sich Extremismus überhaupt definieren? <a href="http://www.bpb.de/wissen/04533837686809612704313150200958,0,0,Extremismus.html">Die Bundeszentrale für politische Bildung erklärt</a>: &#8222;Der politische Extremismus (E.) zeichnet sich dadurch aus, dass er den demokratischen Verfassungsstaat ablehnt und beseitigen will. Alle Varianten des E. negieren demzufolge die Pluralität der Interessen, das damit verbundene Mehrparteiensystem und das Recht auf Opposition.&#8220;</p>
<p>Weiter heißt es: &#8222;Es gibt nicht nur verfassungsfeindliche Methoden, sondern auch verfassungsfeindliche Ziele.&#8220; Mit dem Befriff des Linksextremismus sei &#8222;jene Spielart des E. gemeint, die alle Übel des &#8216;Systems&#8217; in der Struktur der &#8216;kapitalistischen Klassengesellschaft&#8217; sieht&#8220;.</p>
<p>Gerade die Definition von Linksextremismus ist äußerst schwach. Das Ganze klingt in dieser Formulierung nach verschwörungstheoretischem Rebellen-Marxismus. Das soll eine gefährliche Ideologie sein, die mit nationalsozialistischer Menschenverachtung auf einer Stufe steht?</p>
<p>Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaates ist also extremistisch, und &#8222;verfassungsfeindlich&#8220; sind nicht nur Methoden, sondern auch Ziele. Das mag eine einigermaßen solide Definition sein, aber wieso sollte die Verfassungsfeindlichkeit &#8212; wie allein schon der Begriff impliziert &#8212; etwas per se Gefährliches und Illegitimes sein? Jemand, der die Abschaffung unserer Verfassung befürwortet, als Methode aber nichts, das ohne die absolute Zustimmung aller funktioniert, akzeptiert, mag vielleicht ein Träumer sein. Aber eine Gefahr stellt er wohl kaum dar. Die Methode ist hier ausschlaggebend, nicht das Ziel.</p>
<p>Die kompromisslose Umsetzung einer Ideologie führt zu Menschenfeindlichkeit, das bedeutet nicht, dass diese der betreffenden Ideologie innewohnt.<br />
Bspw. eine klassenlose Gesellschaft zu fordern ist an sich nicht menschenverachtend, erst die Umsetzung dieser Forderung kann es werden. Rechte Ideologie ist es immer, <em>per definitionem</em>. Ihre Methoden können es ebenfalls nur sein. </p>
<p>Die Gefahr einer radikalen Ideologie liegt darin, dass ihre Durchsetzung unter dem Motto &#8222;der Zweck heiligt die Mittel&#8220; versucht werden kann. Sie liegt nicht zwangsläufig im Wesen der Ideologie selbst.</p>
<p>Häufig wird die &#8222;Die-sind-doch-alle-gleich&#8220;-Haltung im Brustton der Überzeugung tiefen politischen Verständnisses vorgetragen. Man lässt sich nämlich nicht von den Gutmenschen-Linken täuschen, nein, man hat nicht die rosarote Brille auf und aus dem Geschichtsunterricht weiß man von Gulags und Todesstreifen. Links und rechts und die &#8212; mehr oder weniger breite &#8212; Mitte, die Guten also.<br />
Gepredigt wird das nicht nur von konservativen Politikern wie Schröder.</p>
<p>Mit Erich Romann, der für die Piraten im Kreistag Harburg sitzt, wurde jemand gewählt, der dem Hamburger Abendblatt erklärte, er habe eine &#8222;deutsch-nationale Gesinnung&#8220;.<br />
Aufgrund dessen und anderer Verfehlungen Romanns veröffentlichte der Kreisvorstand eine <a href="http://www.heide-piraten.de/hpblog/2011/11/24/erklarung-des-kreisvorstands-zu-erich-romann/">Erklärung</a>. Darin heißt es: </p>
<blockquote><p>&#8222;Die Piratenpartei grenzt sich bereits in der Prämbel [sic] ihrer Satzung klar von Extremismus jedweder Form deutlich ab&#8220;.</p></blockquote>
<p>Statt ein klares Statement gegen rechte Ideologie vorzubringen, wird der Begriff &#8222;Extremismus&#8220; hervorgeholt und zum Thema Linksextremismus übergegangen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Dem Kreisvorstand sind zum momentanen Zeitpunkt keine [...] linksextremistische Piraten bekannt und würden auch nicht toleriert werden [sic].&#8220; </p></blockquote>
<p>Diese Aussage bezieht sich war auf <a href="http://www.han-online.de/Harburg-Land/article84524/Poker-Pirat-Ich-bleibe.html">Romanns Vorwurf</a>, in der Piratenpartei seien derzeit &#8222;nur Linksradikale&#8220;. Links- und Rechtsextremismus werden durch diese Herangehensweise aber auf eine Stufe gestellt.</p>
<p>Als gefährlich an rechter Ideologie wird in derartigen Aussagen vor allem ihre Radikalität dargestellt. Der Inhalt, die Menschenverachtung dahinter gerät in den Hintergrund. Dadurch wird Rechtsextremismus massiv verharmlost. Die Abgrenzung von seinen Ideen, Anhängern und Ausprägungen muss explizit erfolgen. Sie darf nicht im Extremismus-Sumpf untergehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/218/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/218/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=218&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Herr Ober, da ist ein Haar in meiner Suppe!</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 22:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Internets]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://brushedthewrongway.wordpress.com/?p=114</guid>
		<description><![CDATA[Achtung, Triggerwarnung! Nirgends zeigt die Catcontent-Meme-Geek-Ponymagic-Seite des World Wide Web deutlicher ihr Rageface, als auf Soup.io. Es wird wohl niemand vor Erstaunen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen bei der Aussage, dass im Internet mehr Männer als Frauen unterwegs sind &#8211; das ist schließlich nichts Neues [nachtr. Anm. wegen Diskussion in den Kommentaren: eher, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=114&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Achtung, Triggerwarnung!</em></p>
<p>Nirgends zeigt die Catcontent-Meme-Geek-Ponymagic-Seite des World Wide Web deutlicher ihr Rageface, als auf Soup.io.<br />
Es wird wohl niemand vor Erstaunen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen bei der Aussage, dass im Internet mehr Männer als Frauen unterwegs sind &#8211; das ist schließlich nichts Neues <em>[nachtr. Anm. wegen Diskussion in den Kommentaren: eher, dass Männer präsenter sind, als Frauen]</em>.<br />
Nun kursierte aber neulich ein <a href="http://geekfeminism.org/2011/10/30/on-not-being-ok/">Artikel</a>, der sich mit dem Frauenbild in der &#8222;geek culture&#8220; auseinandersetzt und zu dem Schluss kommt, dass diese mehr diskriminiert, als sie es von sich selbst glaubt (bzw. sich ihre Denkweisen vom oberflächlichen Menschenbild der im Artikel benannten &#8222;jock culture&#8220; kaum unterscheiden).</p>
<p>Auf Soup kursieren genügend Posts, die diesen Schluss ebenfalls zulassen. Als Soup-Junkie nerven sie mich tierisch und ich habe deswegen versucht, sie hier in Kategorien darzustellen.</p>
<p><strong>1. &#8222;Mach mir ein Sandwich&#8220; oder Frauen gehören in die Küche</strong></p>
<p><img src="http://6.asset.soup.io/asset/2527/0486_fa45_480.jpeg" alt="" /></p>
<p>Taucht immer wieder in verschiedenen Varianten auf. Es gibt unzählige Screenshots von Bildern/Videos von Frauen in verschiedenen Umgebungen mit dem Kommentar &#8222;das ist aber eine merkwürdige Küche&#8220;. Oder Bilder von köstlich aussehenden Gerichten mit dem Vermerk &#8222;here in Europe women can make more complicated meals than a lame sandwich&#8220;.<br />
Der Spruch wird leider auch gern von Frauen benutzt &#8211; die dadurch versuchen die Rolle, in der sie von solchen Sprüchen selbst diskriminiert werden, einfach abzulegen, die ist für andere (zickige/blöde/doofe)Frauen da:</p>
<p><img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lpnasqipo41qfzgsq.jpg" /><br />
(<a href="http://bit.ly/vvUQVY">Quelle</a>)</p>
<p><strong>2. Nice Guys™ oder The Friendzone</strong></p>
<p>Es ist eine beschissene Situation: man ist in jemanden verliebt, ist sogar befreundet &#8211; und die Gefühle werden nicht erwidert. Besonders weh tut&#8217;s, wenn die andere Person sich ständig in Leute verliebt, die sie verletzen, und sie sich dann auch noch bei einem ausheult.<br />
Sowas passiert ständig, in allen möglichen Konstellationen. Es gibt nunmal Arschlöcher, und es gibt Menschen, die verlieben dich in diese Arschlöcher.<br />
Jemanden freundlich zu behandeln berechtigt nicht zu dem Anspruch, eine Beziehung mit der Person zu führen. Nettigkeit führt nicht zu irgendeiner Form von Schuldigkeit beim anderen.<br />
Auf die Spitze getrieben wird das Ganze in diesem Post:</p>
<p><img src="http://7.asset.soup.io/asset/2517/7063_10d1.jpeg" alt="Friendzone" /></p>
<p>Man zieht also in Erwägung, eine Freundin durch Alkohol zu etwas zu bringen, was sie eigentlich nicht will. Und wundert sich tatsächlich noch, warum sie das nicht will. Man ist doch so ein netter Kerl, der nicht nur darauf aus ist sie abzuschlep- oh wait.<br />
Da hat man nichtmal seinen Platz in der Friendzone verdient.</p>
<p><strong>3. Noch mehr Ansprüche: Frauen sind zur Unterhaltung da</strong></p>
<p><img src="http://e.asset.soup.io/asset/1978/4366_76db_480.jpeg" alt="" /></p>
<p><img src="http://www.stevenhumour.com/wp-content/uploads/2011/10/bikini-tops-tied-together.jpg" alt="Bikinis" /><br />
(<a href="http://bit.ly/ugG6di">Quelle</a>)</p>
<p><img src="http://5.asset.soup.io/asset/2516/2421_a1ec.jpeg" alt="BH" /></p>
<p>Ein Mann hat also den Anspruch, die Brüste einer Frau wackeln und hüpfen zu sehen. Eine Frau hat keinen Anspruch, etwas dagegen zu tun und sich die Blöße zu ersparen.<br />
Eine Frau gegen ihren Willen zu entblößen, ist sowieso nicht schlimm und keine massive Verletzung ihrer Intimsphäre, sondern eine lustige trololo-Aktion.</p>
<p><strong>4. Der Begriff &#8222;slut&#8220;</strong></p>
<p>Dazu gibt es wohl nicht viel zu sagen. Dass promiskuitive oder freizügig gekleidete Frauen als Schlampen gelten, ist alles andere als neu und wird in zahlreichen Posts weitergetragen.</p>
<p><img src="http://1.asset.soup.io/asset/2521/6833_efdb.jpeg" alt="" /></p>
<p><img src="http://2.asset.soup.io/asset/2510/7218_8a1e.jpeg" alt="Slut 2" /></p>
<p><strong>5. Blow Job Week</strong></p>
<p><img src="http://thumbpress.com/wp-content/uploads/2011/09/Blow-Job-Week.jpg" alt="Blow Job Week" /><br />
(<a href="http://bit.ly/tH5zVk">Quelle</a>)</p>
<p>Nein, es geht nicht darum, dass Blow Jobs erniedrigend wären. Es geht darum, dass die Periode eine Frau nicht in die Pflicht bringt ihren Partner anderweitig zu befriedigen. Das ganze kann gern &#8222;Oral Sex Week&#8220; heißen (was allerdings implizieren würde, dass Oralsex, Petting usw. lediglich Ersatz für Geschlechtsverkehr sind, was ebenfalls ziemlich blödsinnig ist).<br />
Außerdem: so ein bisschen Blut hat noch niemanden umgebracht. Solange man Handtücher im Haus hat und ihr danach ist, ist das alles halb so wild.</p>
<p><strong>6. Die Frau, das (hormongestörte) Monster</strong></p>
<p><img src="http://ragecomics.com/-img/4ea59f19a83a970967000050.png" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/vN4VJu">Quelle</a>)</p>
<p><img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_locke7A5j81qlvzd9o1_500.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/uhdkc3=">Quelle</a>)</p>
<p>Wir Frauen sind nicht völlig Schwankungen in unserem Hormonhaushalt unterworfen. PMS mag unsere Laune beeinflussen, aber unsere Gefühlswelt ist doch etwas komplexer, als es in dem Zusammenhang gern dargestellt wird.<br />
Wir sind auch nicht irrational und überemotional. Nicht sagen zu können, was einen stört (um Streit zu vermeiden, weil man es nicht genau sagen kann, weil man Angst hat, dem anderen Unrecht zu tun&#8230;), es dann im Streit aber doch loswerden zu müssen ist nicht &#8222;typisch Frau&#8220;. Keiner rückt gern mit sowas raus.</p>
<p><strong>7. Vergewaltigungswitze</strong></p>
<p><img src="http://memegenerator.net/cache/instances/400x/10/10892/11153642.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/tNokVi">Quelle</a>)</p>
<p><img src="http://9.asset.soup.io/asset/2371/0889_4dba_480.jpeg" alt="" /></p>
<p><img src="http://images.cheezburger.com/completestore/2010/5/3/129173880591592400.jpg" alt="" /></p>
<p>&#8222;Aber das ist doch nicht ernstgemeint&#8220;.<br />
Stimmt. Aber zum einen <a href="http://bit.ly/vy0jYT">ist das gerade Vergewaltigern nicht klar</a>, zum anderen wird Vergewaltigung dadurch verharmlost und banalisiert. Vergewaltigen ist &#8222;hardcore&#8220; (Insanity Wolf, &#8222;mountain rape&#8220;), oder ein fieser Streich, eben nicht die feine englische Art (&#8222;surprise sex&#8220;). Bear Grylls könnte auch Sex mit dem Berg haben. Es wurde aber der Begriff &#8222;rape&#8220; gewählt. Vergewaltigen wird also als Zeichen von Stärke dargestellt (und dabei ist es egal, dass es um einen Berg geht, es geht um die Wertung von &#8222;rape&#8220;).<br />
Wie Facebook mit dieser Art von Witzen umgeht, war/ist im Moment ein großes Thema. Gruppen wie &#8222;You know shes [sic] playing hard to get when shes [sic] trying to break out of your van&#8220; wurden von Facebook nicht gelöscht.<br />
Dabei besteht natürlich nicht jede Kritik an der Kritik nur aus &#8222;ist doch nur Spaß, werd doch mal locker&#8220;. Auch um die Interpretation derartiger Witze geht es. In der Facebook-Gruppe bspw. würde doch der Täter parodiert. Es heißt aber nunmal nicht &#8222;Blokes who still think she&#8217;s just playing hard to get when she&#8217;s trying to break out of their van&#8220;, woraus klar hervorginge, dass man sich über diese Denkweise lustigmacht.<br />
In dem richtigen Spruch wird nichts &#8222;angegriffen&#8220; oder kritisiert. Die Vergewaltigung selbst ist dort das Lustige. Natürlich wird sie damit nicht wirklich als Option vorgeschlagen, aber sie wird verharmlost. </p>
<p><strong>8. &#8222;Das ist so schwul&#8220;</strong></p>
<p><img src="http://d3uwin5q170wpc.cloudfront.net/photo/159990_700b_v1.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://9gag.com/gag/159990">Quelle</a>)</p>
<p><img src="http://a.asset.soup.io/asset/2525/5690_b3c1_480.jpeg" alt="" /></p>
<p>Alles Kitschige (da ist Twilight natürlich ganz vorne dabei) gilt als typisch weiblich. Postet ein Mann irgendeinen kitschigen Spruch, ist das &#8222;schwul&#8220;. Gerade im Fall von Twilight gibt es jede Menge zu kritisieren: die Rollenbilder, die Schweizer-Käse-Plotholes, die dünne Story. Und was sucht man sich aus? Dass es zu feminin oder &#8222;schwul&#8220; ist.</p>
<p><strong>9. Attraktivität</strong></p>
<p><img src="http://chzragecomics.files.wordpress.com/2011/06/1dzqn.png?w=610" alt="" /><br />
(<a href="http://chzb.gr/vnnhEO">Quelle</a>)</p>
<p>Ständig (auch auf Soup) hört man, wie fixiert Frauen auf ihr Äußeres seien.<br />
Direkt darunter findet man dann Bilder von Frauen mit perfekt frisierten Haaren, geschminkten Bambiaugen, Kussmund, Riesenbrüsten, Waschbrettbauch und langen (haarlosen) Beinen (teils Fotos, teils übernommen aus Comics, Filmen, Mangas, Animes etc.).<br />
Wir sollen also weniger fixiert auf unser Äußeres sein, gleichzeitig aber perfekt aussehen? Derartige Widersprüche begegnen uns leider nicht selten: Tussi oder hässlich, Mauerblümchen oder Hure, Eisprinzessin oder liebes Mäuschen. </p>
<p><strong>10. Heißes Mädchen macht irgendwas Nerdiges</strong></p>
<p><img src="http://www.pr0gramm.com/data/images/2011/10/8fc9958c5809df6c467a5f82099b629961e5bc07.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/rWKCfg">Quelle</a>)</p>
<p><img src="http://lakecityquietpills.com/photo/multihost/images/66008266991270964032.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/s1xJ8k">Quelle</a>)</p>
<p>Sexy, attraktiv und/oder feminin sein wollen ist nicht schlimm und Frauen, die das tun, sind keine &#8222;Verräterinnen des Feminismus&#8220;.<br />
Es geht einfach darum, dass Frauen dauernd danach bewertet werden. Es reicht nicht, kompetent zu sein, solange man nicht auch noch feuchter Traum ist. &#8222;Nerdgirls&#8220; werden begeistert aufgenommen. Sie sind die coolen Mädchen, die, die nicht hysterisch und zickig und oberflächlich sind, die Kumpeltypen &#8211; aber sexy haben sie dabei trotzdem zu sein.</p>
<p>Und wirklich niemand spielt in Dessous Minecraft und lässt sich dabei von einer anderen Frau den Hintern versohlen. </p>
<p><strong>11. Gefickt sein</strong></p>
<p>&#8222;Gefickt sein&#8220; als Synonym für &#8222;unterlegen sein&#8220; hört man immer wieder. Es reproduziert die Idee der Unterlegenheit der penetrierten Person (die natürlich nicht zwangsläufig weiblich ist). </p>
<p><img src="http://thenormanomicon.files.wordpress.com/2010/04/fanboys-os.jpg?w=610" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/un7UKG">Quelle</a>)</p>
<p><strong>12. Der Abzug</strong></p>
<p><img src="http://b.asset.soup.io/asset/2146/8139_66e3_480.jpeg" alt="" /></p>
<p><img src="http://e.asset.soup.io/asset/2525/6238_b13c.jpeg" alt="" /></p>
<p>Das Internet kann verdammt fies sein. Es wird gespottet und getrollt und es wird darüber gelacht, wenn gespottet und getrollt wird.<br />
Das ist generell ein Problem, aber es es ist ein besonderes Problem, wie sexistisch das Ganze sein kann.<br />
Dabei geht es nicht nur um Witze, Memes etc., sondern natürlich auch um <a href="http://bit.ly/tjZNaL">verbale Angriffe</a>.</p>
<p><em>Nachträgliche Anmerkung, weil das in den Kommentaren aufkam: das heißt natürlich nicht, dass die anderen Angriffe nicht ebenfalls schlimm sind! Wenn Menschen gemobbt und fertiggemacht werden, ist das immer schlimm, ich wollte nur darauf hinweisen, dass Frauenfeindlichkeit da oft noch hinzukommt.</em></p>
<p><strong>13. Sex zur Sanktionierung</strong></p>
<p><img src="http://chzragecomics.files.wordpress.com/2011/08/rage-comics-you-get-nothing.jpg?w=610" alt="" /><br />
(<a href="http://chzb.gr/v8sSg5">Quelle</a>)</p>
<p>Die Idee, dass Frauen Männer durch Sex manipulieren, ist weit verbreitet. Wenn man davon ausgeht, dass Frauen Sex einsetzen, um ihren Partner zu bestrafen (durch &#8222;Sex-Entzug&#8220;) oder zu belohen führt das dazu, dass weibliche Sexualität als nicht um ihrer selbst Willen existent gesehen wird, sondern als Machtmittel. Was Frauen wiederum den Spaß an Sexualität abspricht, denn er ist ja zur Kontrolle da.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br />
Diese Liste fasst zusammen, was mich nervt, wenn ich durch Soup.io scrolle &#8211; was nicht gerade selten ist.</p>
<p><em>Links sind jetzt editiert.</em></p>
<p>Bei den Bildern, die nicht eh ein Watermark tragen und keinen Link haben, konnte ich keine Quelle finden. Ich würde sie gern noch hinzufügen, also falls sie jemand findet, her damit.</p>
<p>Um einige Dinge gleich vorwegzunehmen:</p>
<p>Nein, ich pflege keinen Männer- und auch keinen Nerdhass. Die Begriffe &#8222;Nerd&#8220; und &#8222;Geek&#8220; benutze ich nicht in einem negativen Kontext (mir ist bewusst, dass sie aber trotzdem noch so benutzt und auch aufgefasst werden können).<br />
Es geht nicht darum darzustellen, wie blöd Männer sind, sondern was für Vorurteile und Diskriminierungen immernoch Gang und Gäbe sind. Ich werfe sie nicht speziell der Nerd-/Geekkultur vor, sondern möchte nur zeigen, dass auch sie nicht frei davon ist.<br />
Da es, wie gesagt, nicht darum geht, Männern einen Vorwurf zu machen, sondern sexstische Stereotype aufzuzeigen, bringt auch der Einwand &#8222;ich als Frau finde das aber nicht schlimm&#8220; nichts &#8211; allein dadurch ist etwas nicht plötzlich nicht mehr sexistisch (was nicht heißt, dass nicht begründet werden könnte, warum etwas nicht sexistisch ist).</p>
<p>Und ja, ich weiß, dass das alles nicht ernst gemeint ist. Trotzdem stecken da Vorurteile, stereotype Rollenbilder und tradierte Vorstellungen hinter, die dringend hinterfragt werden sollten.</p>
<p>Und jetzt noch was zum Schluss, weil Matrix gerade im Fernsehen läuft und es so schön passt und ich es auch von Soup kenne:</p>
<p><img src="http://2.asset.soup.io/asset/2438/3778_62e6_390.gif" alt="" /><br />
(<a href="http://bit.ly/qYDmOa">Quelle</a>)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/114/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=114&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Friendzone</media:title>
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			<media:title type="html">Bikinis</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://5.asset.soup.io/asset/2516/2421_a1ec.jpeg" medium="image">
			<media:title type="html">BH</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://1.asset.soup.io/asset/2521/6833_efdb.jpeg" medium="image" />

		<media:content url="http://2.asset.soup.io/asset/2510/7218_8a1e.jpeg" medium="image">
			<media:title type="html">Slut 2</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://thumbpress.com/wp-content/uploads/2011/09/Blow-Job-Week.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Blow Job Week</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ragecomics.com/-img/4ea59f19a83a970967000050.png" medium="image" />

		<media:content url="http://24.media.tumblr.com/tumblr_locke7A5j81qlvzd9o1_500.jpg" medium="image" />

		<media:content url="http://memegenerator.net/cache/instances/400x/10/10892/11153642.jpg" medium="image" />

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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 21:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Da brennt einem was auf der Zunge. Für Twitter zu lang. Auf Facebook geht&#8217;s unter. Für Soup zu speziell. Und dann merkt man, dass man ein Blog hat, in dem man sich wunderbar über alles auslassen kann. Es geht dabei um die FSA 2011 und das gepiercte Rebellenmädchen von &#8222;Echte Demokratie jetzt!&#8220;, das in Riesenlettern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=124&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da brennt einem was auf der Zunge. Für Twitter zu lang. Auf Facebook geht&#8217;s unter. Für Soup zu speziell. Und dann merkt man, dass man ein Blog hat, in dem man sich wunderbar über alles auslassen kann.</p>
<p>Es geht dabei um die FSA 2011 und das gepiercte Rebellenmädchen von &#8222;Echte Demokratie jetzt!&#8220;, das in Riesenlettern den Satz &#8222;deine Mutter gehört überwacht &#8211; und zwar zwischen den Beinen!&#8220; auf den Alex schmierte. Revolution spielen und &#8222;den Mächtigen&#8220; den Kampf erklären. Aber bloß nicht das eigene beschissene Weltbild hinterfragen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/124/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/124/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=124&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 03:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nur mal kurz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wissen ja alle: Feministinnen haben keinen Sinn für Humor. Und weil wir keine verklemmten Zicken sind, lachen wir, wenn einem Mädchen auf furchtbar amüsante Weise erklärt wird, wie sie trotz schändlicher Regelblutung ihrer weiblichen Pflicht nachgehen kann, den Freund zu befriedigen.  Oder wenn der &#8222;Frauen-machen-Sandwiches&#8220;-Klassiker kommt, haha, haha. Vielleicht machen wir auch mit den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=92&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen ja alle: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hU446HDtGv8">Feministinnen haben keinen Sinn für Humor</a>. Und weil wir keine verklemmten Zicken sind, lachen wir, wenn einem Mädchen auf furchtbar amüsante Weise <a href="http://failbook.failblog.org/2011/09/27/funny-facebook-fails-its-all-in-the-name/">erklärt wird, wie sie trotz schändlicher Regelblutung ihrer weiblichen Pflicht nachgehen kann</a>, den Freund zu befriedigen.  Oder wenn <a href="http://failbook.failblog.org/2011/07/07/funny-facebook-fails-the-bad-guy/">der &#8222;Frauen-machen-Sandwiches&#8220;-Klassiker</a> kommt, haha, haha. Vielleicht machen wir auch mit den Kumpels Titten-Rankings oder verhöhnen Scarlett Johansson. Oder, oder, oder&#8230;<br />
Denn wir sind keine typischen Mädchen. Die gehören in die Küche.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/92/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/92/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=92&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das erotische Kapital: &#8222;Unterwerft euch und werdet frei&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 10:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Feminismus&#8220; ist ein Begriff, der (noch immer oder auch schon wieder) bei vielen die Alarmglocken schrillen lässt. Und das nicht nur beim klischeehaften Macho, der Angst vor Frauen hat, sondern, viel wichtiger, bei an Gleichberechtigung Interessierten, männlichen wie weiblichen. Die Ablehnung des Feminismus wird von ihnen als progressiv betrachtet, da dieser, reduziert auf krude Thesen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=50&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Feminismus&#8220; ist ein Begriff, der (noch immer oder auch schon wieder) bei vielen die Alarmglocken schrillen lässt.<br />
Und das nicht nur beim klischeehaften Macho, der Angst vor Frauen hat, sondern, viel wichtiger, bei an Gleichberechtigung Interessierten, männlichen wie weiblichen. Die Ablehnung des Feminismus wird von ihnen als progressiv betrachtet, da dieser, reduziert auf krude Thesen eines autoritären, männerfeindlichen &#8222;Anti-Sex&#8220;-Feminimus als rückschrittlich empfunden wird.</p>
<p>In einem Artikel <a href="http://www.zeit.de/2011/28/Erwiderung-Softporno">vergleicht die Schriftstellerin Nathalie Weidenfeld den Feminismus mit dem Turm, in dem Rapunzel in der Disney-Verfilmung &#8222;Rapunzel &#8211; Neu verföhnt&#8220; von ihrer Mutter eingesperrt wird</a> &#8211; angeblich zu ihrem Besten.<br />
Der Feminismus bevormunde junge Frauen, mache ihnen &#8222;die Pornografie madig&#8220;, so Weidenfeld.<br />
Eine Verona Pooth betrachtet sie als emanzipierte Frau, schließlich weiß sie sich zu vermarkten. Weidenfeld spricht ihr nicht nur ökonomische, sondern vor allem &#8222;erotische Macht&#8220; zu.</p>
<p>Auch die britische Soziologin Catherine Hakim von der London School of Economics fordert Frauen in ihrem Buch &#8222;<a href="http://www.amazon.de/Erotisches-Kapital-Geheimnis-erfolgreicher-Menschen/dp/3593394685/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1316209338&amp;sr=1-1">Erotisches Kapital. Das Geheimnis erfolgreicher Menschen</a>&#8220; dazu auf, sich eine solche endlich zunutze zu machen.</p>
<p>Das &#8222;erotische Kapital&#8220; wird von Weidenfeld und Hakim als Möglichkeit, sich Respekt zu verschaffen betrachtet, und letztere hat tatsächlich Recht, wenn sie es als &#8222;Machtmittel&#8220; bezeichnet.<br />
Dieser Idee folgt auch <a href="http://www.news.ch/Nicht+mehr+oben+ohne+Wahlauftakt+der+FDP+Frauen/499645/detail.htm">die FDP-Politikerin Claudine Esseiva, die sich unter dem Motto &#8222;Nicht mehr oben ohne&#8220; mit nacktem Oberkörper, der nur durch einen schwarzen Balken verdeckt ist, ablichten ließ</a>, um auf den Mangel an weiblichen Führungskräften hinzuweisen.</p>
<p>Dass durch Erotik Aufmerksamkeit und (eine gewisse) Anerkennung gewonnen werden können, lässt sich nicht bestreiten, wohl aber, ob diese Form der Anerkennung wünschenswert ist.</p>
<p>Das Thema nackte Haut ist durch die nach Deutschland übergeschwappte Slut-Walk-Welle besonders aktuell. Der Bewegung wurde von manchen angekreidet, sie wolle Aufmerksamkeit durch knappe Kleidung bekommen. Statt das Erlangen von Respekt <em>durch</em> &#8222;Sexyness&#8220; zu propagieren, fordert die Slut-Walk-Bewegung jedoch, dass jede(r) <em>unabhängig von dieser</em> (bzw. dem Konstrukt dieser) respektiert wird.<br />
Das Recht mit der eigenen Sexualität und Erotik umzugehen, wie man möchte, muss jedem Menschen zustehen (natürlich unter Beachtung der Freiheit und Rechte anderer), diese Dinge dürfen aber niemals Gradmesser des ihm entgegengebrachten Respekts sein.</p>
<p>Sein &#8222;erotisches Kapital&#8220; zu vermarkten, &#8222;erotische Macht&#8220; auszunutzen wird zunehmend als Befreiung von einer angeblichen feministischen Bevormundung gesehen. Die zugrundeliegende &#8222;Erotik&#8220; ist allerdings klar definiert und orientiert sich an aktuellen Schönheitsidealen und festen Vorstellungen. Diesen Vorstellungen zu entsprechen, also &#8222;sexy&#8220; nach Schema F sein zu dürfen, gehört zur sexuellen Freiheit dazu. Die Aufforderung, diese Erotik zu vermarkten und zum Mittel der Macht zu machen, lässt aber nur zwei Optionen zu: im Sinne eines festen Konzepts &#8222;erotisch&#8220; zu sein und dadurch &#8222;Macht&#8220; zu erlangen, oder eben nicht.<br />
Freiheit lässt sich so nicht gewinnen, denn die Entscheidungsfreiheit bezüglich der eigenen Sexualität und Körperlichkeit existiert damit nur scheinbar.</p>
<p>Natürlich ist es, wie Weidenfeld erklärt, falsch zu sagen, &#8222;die Vermarktung des eigenen Körpers sei für [...] Verona Pooth eine Form der Unterdrückung und nicht eine Handlung, mit der sie sich ökonomische und auch erotische Macht sichert&#8220;.<br />
Aber hier wird dieselbe Logik angewandt, wie wenn das Problem dürrer Models damit für gelöst erklärt wird, dass diese auf Essstörungen untersucht werden. Die eigentliche Problematik wird verkannt: die Vermarktung der eigenen Person (sei es als Model, Pornodarstellerin, Schauspielerin oder was auch immer) geschieht freiwillig und geplant, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass eine Verona Pooth, Pamela Anderson oder Eva Longoria dadurch Maßstäbe setzt, die für jeden geltend gemacht werden.</p>
<p>Weidenfeld sieht bspw. auch feministische Kritik an Pornographie als Form der Unterdrückung bzw. Bevormundung von Frauen, da sie sie als Teil der selbstbestimmten Sexualität der Darsteller und Konsumenten sieht.<br />
Problematisch ist bspw. nicht, dass Frauen in der Mainstream-Pornographie in unterwürfigen Rollen oder auch als &#8222;Sexobjekte&#8220; gezeigt werden. Problematisch ist, dass dies nicht als bloße Fantasie oder von der Frau kontrolliertes Spiel, sondern als wünschenswertes Ideal oder sogar als Realität dargestellt wird (letzters kann sowohl Frauen als Männern das Gefühl geben, &#8222;falsch&#8220; zu sein).<br />
Auch damit werden Maßstäbe und Erwartungen konstruiert, denen in unserer Gesellschaft sozialisierte Menschen unterworfen werden.<br />
Pornographie ist nicht grundsätzlich verwerflich. Deswegen ist sie aber auch nicht grundsätzlich gut.</p>
<p>Thesen wie die von Nathalie Weidenfeld und Catherine Hakim wirken wie Trotzreaktionen auf selbstverständlich tatsächlich existierende bevormundende Theorien die bspw. besagen, Frauen hätten keinen Spaß an vaginaler Penetration, sexuelle Unterwerfung sei antiemanzipatorisch usw. Es ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn derlei Thesen provozieren, dass zur Befreiung von ihnen das genaue Gegenteil gefordert wird (worin sich wiederum der gleiche &#8222;Befehlston&#8220; zeigt).<br />
Diese Ansätze greifen aber zu kurz, denn ihre Vertreter erklären, da ihnen eine These nicht gefällt, kurzerhand die Gegenthese für richtig und übergehen damit die Komplexität des Themas. Wenn der Feminismus fehlerhaft ist, wird einfach der Antifeminismus zum eigentlichen Feminismus erklärt (das ist dieselbe halbgare Dialektik, mit der auch das Spießertum zur neuen Form der Abgrenzung gemacht wird).</p>
<p>Autoren wie Weidenfeld und Hakim fordern, dass doch einfach jede(r) tun und lassen kann, was er oder sie will, verkennen dabei aber die Macht fester Standards und tradierter Vorstellungen, deren Zwang viel stärker ist als der explizit formulierter Aufforderungen.</p>
<p>Ein Begriff, der in der Debatte immer wieder auftaucht, ist der des &#8222;Opferfeminismus&#8220;. Auch Hakim greift diese Idee in einem Interview mit dem <em>Stern</em> (Nr. 37) auf (<a href="http://www.stern.de/wirtschaft/job/karrieretipps-einer-soziologin-nach-oben-schlafen-warum-nicht-1724993.html">Zusammenfassung</a>) &#8211; bezeichnenderweise ist dieses in der Rubrik &#8222;Wirtschaft&#8220; zu finden. Ihrer Meinung nach gibt der Feminismus &#8222;den Männern&#8220; die Schuld an allem, spricht Frauen die Verantwortung für ihr eigenes Leben ab und macht sie zu &#8222;ewige[n] Opfer[n]&#8222;. Für sie steht fest: &#8222;Wenn Frauen die Topjobs nicht bekommen, dann nur aus einem Grund: Sie arbeiten nicht hart genug&#8220;.<br />
Auch der Slut-Walk-Bewegung wurde immerwieder vorgeworfen, sie stelle Frauen nur als potentielle Opfer dar und nehme ihnen damit die Verantwortung.</p>
<p>Die Idee des &#8222;Opferfeminismus&#8220; ist teuflisch: das Aufzeigen von Missständen wird selbst zum Instrument der Unterdrückung erklärt. Für seine Rechte einzustehen wird damit allzu schnell als Auskosten der eigenen Opferrolle interpretiert.<br />
Außerdem untergräbt sie komplexe Zusammenhänge: Hakim behauptet bspw., Frauen wollten, dass ihre Männer das Geld verdienen, denn sie wollten &#8222;die soziale Leiter nicht &#8216;hinunter&#8217; heiraten&#8220;. Es mag stimmen, dass sich dieser Umstand in Umfragen, Statistiken und auch im Alltag tatsächlich zeigt.<br />
Unbewusste Vorurteile, festsitzende Vorstellungen und stereotype Rollenbilder spielen aber eine wichtige Rolle in Fragen wie z.B. der nach dem Frauenmangel in Führungspositionen. Wer da von &#8222;Opferfeminismus&#8220; spricht, bedient simple Denkmuster von Gut und Böse, nach denen entweder die eine oder die andere Partei Schuld trägt (in dieser Debatte heißt das Frauen gegen Männer) und ignoriert die Macht uralter Konventionen.</p>
<p>Die Theorien, die Hakim äußert, basieren grundsätzlich auf tatsächlich existierenden Phänomenen. Wenn sie aber Thesen aufstellt wie etwa die, dass Frauen &#8222;oft auch nicht den Wunsch&#8220; hätten Karriere zu machen, lässt sie ihre Fixierung auf Umfragen und Statistiken die Hintergründe der in ihnen auftretenden Verhältnisse ignorieren. So behauptet sie: &#8222;Männer wollen mehr Sex als Frauen, und sie wollen es ein Leben lang&#8220; (sie betont das, weil sie Frauen nahelegt, den Sexmangel von Männern für sich zu nutzen). Ob &#8222;Sex&#8220; hier sexuelle Handlungen im Allgemeinen oder nur vaginale Penetration meint und <em>warum</em> Frauen ein geringeres sexuelles Interesse zu haben scheinen, bleibt im Dunkeln.</p>
<p>Auch spricht Hakim den Einfluss des Unterbewusstseins auf unsere Wahrnehmung und Entscheidungen in dem <em>Stern</em>-Interview an (auffallend oft sagt sie dabei Dinge wie &#8222;ob es uns gefällt oder nicht&#8220;), z.B., dass &#8222;attraktive&#8220; Kinder es einfacher haben.<br />
Statt das aber als Anlass zu nehmen, die Schikanen des Unterbewusstseins weiter zu erforschen, zu thematisieren und somit den Ansätze für eine Gesellschaft zu finden, in der sie möglicherweise irgendwann überwunden werden, ruft sie dazu auf, sie sich zunutze zu machen (das Recht sich selbst zu vermarkten spricht sie dabei jedem zu, ohne anzuerkennen, dass gar nicht jeder die Möglichkeit hat). Ihr Interesse gilt einer vollkommenen menschlichen Unterwerfung gegenüber wirtschaftlichem Erfolg, die sie als Befreiung zu verkaufen versucht.<br />
Die Auswirkungen ihrer Forderung nach Selbstvermarktung auf zwischenmenschliche Beziehungen, gesellschaftliche Strukturen oder die Entwicklung menschlicher Identität blendet sie, zumindest im Interview, völlig aus.</p>
<p>Theorien wie die Weidenfelds oder Hakims, die so oder ähnlich in der Gender- und Feminismus-Debatte immer wieder auftauchen, sind nicht ausreichend durchdachte Versuche, die Geschlechterdiskussion endlich zu einem Ende zu bringen. Der Ansatz ist allzu naiv: soll doch jeder machen, was er will, schon sind wir frei.<br />
Völlig außen vor gelassen wird dabei die Frage, <em>warum</em> wir bestimmte Dinge wollen, oder woher Auffassungen bspw. von &#8222;männlich&#8220;, &#8222;weiblich&#8220; oder &#8222;Erotik&#8220; kommen; also inwiefern wir gesellschaftlich konstruierten Vorstellungen unterworfen sind, die uns unfrei machen.</p>
<p>Der Wunsch, mit dem Thema Gleichberechtigung und Geschlechteridentität endlich abzuschließen, ist nachvollziehbar. Es ist eine leidige Diskussion, die bei vielen eine Abwehrhaltung auslöst &#8211; das zeigt sich auch immer wieder in den hitzigen Diskussionen zum Thema Feminismus. Wer will sich schon eingestehen, dass auch er in Denkmustern feststeckt?<br />
Die Genderdebatte beendet zu wissen wäre schön. Wir müssen aber zugeben, dass wir längst nicht so weit sind. Um gesellschaftliche Konstruktionen zu verstehen und zu dekonstruieren, müssen wir nachsichtiger mit uns selbst sein, uns Fehler zugestehen, akzeptieren, dass sich alte Denkmuster nicht einfach so überwinden lassen. Falsche Eitelkeit ist fehl am Platze.<br />
Nur dann haben wir die Chance, den Weg für eine tatsächlich freie Gesellschaft zu ebnen.</p>
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		<title>Prüde Freizügigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 21:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Als großes Übel der heutigen Zeit wird, neben dem schwammigen Begriff des &#8222;Werteverfalls&#8220;, gerne der etwas konkretere der &#8222;sexuellen Freizügigkeit&#8220; genannt. Die Omnipräsenz nackter Oberkörper, praller Brüste, gespreizter Beine und allgemein die des Themas Sex in Film, Fernsehen und Presse wird als gefährliche Sexualisierung betrachtet. Zotige Witze á la Mario Barth sind tatsächlich der Renner, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=23&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als großes Übel der heutigen Zeit wird, neben dem schwammigen Begriff des &#8222;Werteverfalls&#8220;, gerne der etwas konkretere der &#8222;sexuellen Freizügigkeit&#8220; genannt.<br />
Die Omnipräsenz nackter Oberkörper, praller Brüste, gespreizter Beine und allgemein die des Themas Sex in Film, Fernsehen und Presse wird als gefährliche Sexualisierung betrachtet.</p>
<p>Zotige Witze á la Mario Barth sind tatsächlich der Renner, genau wie Fernsehserien im Stil von Sex and the City und Artikel über die Sexskandale der Promis, ob nun in Form von Liebschaften oder kurzzeitig sichtbarer Geschlechtsteile (selbst der Vergewaltigungsvorwurf gegen Dominique Strauss-Kahn verkommt zur in Großbuchstabenen beschrienen SEX-AFFÄRE, als wäre das Nennenswerte daran der Sex und nicht die Gewalttat).<br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anthony_Weiner#Resignation_from_Congress">Letzteres kann schneller Ruf und Karriere kosten, als Betrug und Korruption.</a></p>
<p>Richtig ist, dass diese Entwicklungen äußerst beklagenswert sind. Falsch ist, dass sie mit sexueller Freizügigkeit zu tun haben.<br />
Wenn ein prolliger Comedian in die Welt hinauskräht, dass sich &#8222;nichts auf Uschi&#8220; reimt, im Fernsehen Frauen (oder &#8222;die Mädels&#8220;) über Spitznamen für Penisse diskutieren und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sex_Is_Not_the_Enemy#Song_profile">eine aufblitzende Brustwarze die Welt in Atem hält und sogar den Irakkrieg in den Hintergrund drängt</a>, dann steckt dahinter eine tiefsitzende Prüderie.<br />
Die Beschäftigung mit Sexualität wird als Regelbruch inszeniert. Eine Regel bewusst brechen heißt aber auch, sie zu akzeptieren, was wiederum bedeutet, dass alte Moralvorstellungen durch das oben Genannte nicht zerschlagen, sondern im Gegenteil bestätigt werden.<br />
Die Lacher in Mario Barths Publikum klingen wie von einem Kind, das sich des eigenen Mutes gleichzeitig erfreut und schämt, wenn es ein verbotenes Schimpfwort sagt.</p>
<p>Das Phänomen der &#8222;prüden Freizügigkeit&#8220; zeigt sich bspw. auch in Katy Perrys Song &#8222;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=X024NEsDyC8">I Kissed A Girl</a>&#8222;. Er ist keineswegs ein Plädoyer für frei ausgelebte Sexualität, sondern stellt die Verruchtheit durch den Tabubruch dar (&#8222;It&#8217;s not what good girls do / Not how they should behave&#8220;).</p>
<p>Das eigentliche Problem ist also der mediale Zerrspiegel, der die Sexualität, an sich etwas Natürliches, pervertiert.<br />
Zum Beispiel dadurch, dass Nacktheit nahezu untrennbar mit Sexualität verbunden wird. Die Bilder entblößter oder nur leicht verdeckter Körper, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden, werden fast ausschließlich in einem sexuellen Kontext dargestellt.<br />
Sich in der Öffentlichkeit nackt zu zeigen wird gleichgestellt mit Exhibitionismus und aufdringlich dargestellter Sexualität, dabei ist der nackte Körper etwas vollkommen Natürliches und nicht zwangsläufig Sexuelles &#8211; bestimmte Kleidung (bei Frauen <em>und</em> Männern) kann viel aggressiver Sexualität ausstrahlen.</p>
<p>Bei der Google-Suche nach einem New Yorker <a href="http://home.arcor.de/shismatic/kurios/amerika/nyork.htm">Gesetz</a>, laut dem Frauen aus Gründen der Gleichberechtigung mit nacktem Oberkörper U-Bahn fahren dürfen, stößt man auf diverse Webseiten mit Sammlungen kurioser und alberner Gesetze &#8211; auch das lässt auf unbewusste, nicht hinterfragte Auffassungen von Sexualmoral schließen.<br />
Ein häufig genanntes Argument gegen besagtes Gesetz ist natürlich, dass eine Frau mit nackten Brüsten Objekt von ihr unerwünschter Begierde werden könnte. Die gesellschaftliche Tabuisierung bestimmter Körperteile führt aber erst zu gesteigertem Interesse oder sogar einer Art Mystifizierung; in Völkern, bei denen Nacktheit als normal gilt, spielen sie eine viel weniger wichtige Rolle.</p>
<p>Auch die Darstellung von Sex, nicht nur von Nacktheit, lässt verzerrte Bilder aufkommen.<br />
Die dargestellten Körper werden immer mehr zu Körpern ohne Körperlichkeit: sie sind steril, künstlich gemacht durch Anabolika, Botox oder auch einfach nur Photoshop.<br />
Zu echtem Sex gehören aber auch Körperbehaarung, Menstruationsblut, Fettpolster, Hautunreinheiten, Geräusche, Gerüche und Geschmäcker. Pornostar <a href="http://sexisnottheenemy.tumblr.com/post/1077423453/the-scavenger-you-are-involved-in-productions">Jiz Lee</a> will genau das darstellen und findet sie sich damit vermutlich in der Fetisch-Ecke wieder. Als &#8222;normal&#8220; gilt nicht das, was vollkommen natürlich ist, sondern ein Hochglanz-Abziehbild von Sexualität.</p>
<p>Besonders der weibliche Körper gilt immernoch als etwas Unsauberes. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anna_Span#Career">Weibliche Ejakulation in Pornos wird von Prüfungskommissionen strenger bewertet als männliche.</a> Außerdem werden alle möglichen nicht nur überflüssigen, sondern vor allem gesundheitsschädlichen Produkte für Frauen verkauft, die für eine gründliche Hygiene von Bedeutung sein sollen, wie z.B. Intimwaschlotionen und parfümierte Slipeinlagen. Vaginas riechen eigentlich nicht nach Blümchen, und trotzdem wird Frauen vermittelt, sie seien unnormal, wenn dies bei ihnen nicht der Fall ist.<br />
Auch die Haarentfernung wird bei Frauen enger gesehen. Es ist albern, eine Intimrasur zum antifeministischen Akt zu stilisieren, aber der Zwangscharakter, den diese bei Vielen bekommt, ist beängstigend.</p>
<p>Bei Frauen herrscht häufig große Unsicherheit bezüglich ihres Körpers, hinausgehend über &#8222;mein Hintern ist zu fett&#8220;. Oft wird der eigene Körper mit Ekel betrachtet. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masturbation#Techniken_und_Statistiken">Studien</a> zufolge masturbieren sehr viel weniger Frauen als Männer (oft sicherlich aufgrund von Hemmungen), dabei sollten doch gerade sie, für die es schwieriger ist zum Orgasmus zu kommen, herausfinden was ihnen gefällt. Trotzdem sind viele schon beim Gedanken an Selbstbefriedigung beschämt oder finden die Vorstellung abwegig.<br />
Auch promiskuitives Verhalten und Kleidung, die die Aufmerksamkeit auf körperliche Attribute lenkt, wird bei Frauen viel stärker kritisiert als bei Männern. Ein Mann, der seine Muskeln zur Schau stellt, wird vielleicht belächelt, die Kleidung einer Frau mit tiefen Dekolleté gilt hingegen direkt als moralisch verwerflich.</p>
<p>Und auch die Mystifizierung spielt, wie beim Thema Nacktheit, bei der Sexualität ebenfalls eine Rolle. Jugendzeitschriften sind voll mit Geschichten und Berichten rund um das &#8222;Erste Mal&#8220;. Die heterosexuelle vaginale Penetration wird hochstilisiert und Sex auf sie reduziert, während die gesamte Bandbreite anderer sexueller Handlungen in den Hintergrund gelangt.<br />
Zusammengefasst unter dem Begriff  &#8222;Vorspiel&#8220; sollen sie dem Geschlechtsverkehr vorausgehen und stehen dabei nicht für sich selbst.<br />
Ein anderes Beispiel dafür, wie Sexualität verzerrt wird, ist die oft geäußerte Vorstellung, Frauen benutzten Sex, um Männer zu kontrollieren. Sie stellt zum einen Männer als völlig der Triebhaftigkeit unterlegene Wesen dar und vermittelt zum anderen, dass Frauen keinen Spaß an Sex an sich hätten, sondern ihn lediglich für Belohnung und Strafe (durch &#8222;Sex-Entzug&#8220;) einsetzen würden. <a href="http://sexisnottheenemy.tumblr.com/post/3070591401/the-paradigm-of-women-trade-sex-to-men-for">Auch in Bezug auf das Thema Vergewaltigung ist das eine gefährliche Idee.</a></p>
<p>Manche sexuellen Handlungen sind zudem immernoch stark tabuisiert. Während Oralsex mittlweile weitgehend akzeptiert und als &#8222;normal&#8220; empfunden wird, gelten z.B. anale sexuelle Handlungen oft noch als etwas Abstoßendes und Verwerfliches.</p>
<p>Ein tatsächlich freizügiger Umgang mit Sexualität wäre wünschenswert. Das Problem liegt nicht in der Präsenz von Sexualität, sondern in der verzerrten Darstellung, die sie auf ihre eigentlich natürliche Art als etwas Beschämendes erscheinen lässt und stattdessen in etwas möglichst Künstliches, Stilisiertes verwandelt. Es geht nicht um den Verfall irgendeiner Moral oder den Verlust von &#8222;Werten&#8220;, sondern darum, dass das menschliche Verhältnis zur Sexualität zunehmend neurotisch und gehemmt wird.<br />
Der Tabubruch ist kein adäquates Mittel, um diese Entwicklungen zu bekämpfen, denn er festigt die Vorstellung von Sexualität als etwas Schamhaftes, Schmutziges nur. Die Regeln müssen neu gemacht werden, es bringt nichts, sie lediglich zu brechen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/23/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/23/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=23&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Fußball-WM der Frauen: Respekt nur mit Sexappeal</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 23:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Schmalenbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hype um die deutschen Fußballerinnen ist derzeit groß. Die Mannschaft macht Werbung für den E-Post-Brief, die BILD-Zeitung und zieht sich (teilweise) für den Playboy aus. Schlagzeilen gibt es sowieso. Die BZ zeigt einen Fußballschuh mit Pfennigabsatz, BILD kräht &#8222;Brasilien-Mädels: Kein Sex, aber Sieg&#8220; &#8211; und die &#8222;seriösen&#8220; Blätter fahren dieselbe Schiene: die Süddeutsche Zeitung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=19&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hype um die deutschen Fußballerinnen ist derzeit groß. Die Mannschaft macht Werbung für den E-Post-Brief, die BILD-Zeitung und zieht sich (teilweise) für den Playboy aus.<br />
Schlagzeilen gibt es sowieso. Die BZ zeigt einen Fußballschuh mit Pfennigabsatz, BILD kräht &#8222;Brasilien-Mädels: Kein Sex, aber Sieg&#8220; &#8211; und die &#8222;seriösen&#8220; Blätter fahren dieselbe Schiene: die Süddeutsche Zeitung titelt &#8222;So schön kann Fußball sein&#8220;. Dazu das Bild eines Fußballs mit Lippenstiftabdruck.<br />
Schön sind die Spielerinnen also&#8230; und, ganz nebenbei, können sie wohl auch Fußball spielen.<br />
Hier zeigt sich eine weit verbreitete Form des Sexismus: der wohlmeinende. Frauen sind schön. Frauen sind sexy. Frauen sind liebevoll. Frauen müssen beschützt werden. Heißt: Frauen haben schön, sexy und liebevoll zu sein und sich beschützen zu lassen. Dann werden sie auch akzeptiert.</p>
<p>Ziel des erwähnten Playboy-Shootings war es mit dem Vorurteil, Fußballspielerinnen seien unattraktiv, aufzuräumen. Als Selbstbewusstsein getarnte Gefallsucht, wie sie hier deutlich wird, ist nicht selten. Die Botschaft der Fotos lautet: &#8222;Ich verdiene Respekt, denn ich bin sexy&#8220;. Sie müsste aber heißen: &#8222;Ich verdiene Respekt, egal, ob du mich sexy findest.&#8220;<br />
Es gibt Frauen, die ihre Weiblichkeit ablehnen, um Anerkennung zu finden; um nicht in den Verdacht zu geraten, sie seien schwach und (gerade in Männerdomänen) unbegabt. Und es gibt auch jene, die sich im Gegenteil besonders feminin geben; nach dem Motto: ich kann was und bin trotzdem attraktiv.<br />
Der Wirbel um die die Frauenfußball-WM bringt die Gleichberechtigung nicht näher, sondern rückt sie im Gegenteil sogar in weitere Ferne. Das zeigt allein schon die Aufteilung in die &#8222;normale&#8220; WM und die &#8222;Frauen-WM&#8220;. Die Ressentiments beim durchschnittlichen Fernsehzuschauer sind stark wie eh und je, der mediale Rummel wirk inszeniert. Außerdem wird den Spielerinnen mehr abverlangt als ihren männlichen Kollegen. Gut spielen reicht bei ihnen nicht, um respektiert zu werden, sie müssen dazu auch gut aussehen.<br />
Natürlich werden auch die männlichen Fußballer bezüglich ihrer Attraktivität verglichen. Als Sportler respektiert werden aber auch jene, die auf diesem Feld nicht punkten können.</p>
<p>Außerhalb der Welt des Fußballs sieht es oft ähnlich aus. Während Äußerlichkeiten zwar allgemein immer mehr Bedeutung zugeschrieben wird und sie zum Gradmesser des Werts einer Person werden, sind es dennoch insbesondere Frauen, die Respekt über Attraktivität erlangen müssen. Die Vorstellung, intelligente und talentierte Frauen seien hässlich, und nur optisch ansprechende Frauen verdienten Anerkennung, ist längst nicht ausgelöscht. Gerhard Schröders Haare waren oft Thema, ebenso Helmut Kohls Übergewicht &#8211; aber keiner der beiden wurde derart aufgrund seines Aussehens bewertet, wie es bei Angela Merkel der Fall war.</p>
<p>Der Gegenschlag kommt oft in Form eines Männer-Sind-Doof-Feminismus mit Girl-Power-Parolen, der nicht minder sexistisch und hinderlich auf dem Weg zur Gleichberechtigung ist. Er degradiert Männer und festigt in vielen Fällen auch Stereotype gegenüber Frauen (so zum Beispiel, wenn sich Frauen über die Fähigkeiten von Männern im Haushalt lustigmachen: Männer werden hier zu Idioten, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, Ihre Frauen haben in der Küche eine Art Expertenmacht, sind aber gleichzeitig typische Hausfrauen).<br />
Mit dem Slogan &#8222;Dritte Plätze sind was für Männer&#8220; wird für die WM geworben. Er erweckt das Bild von Power-Frauen, wie sie auch im neuen BILD-Werbesport dargestellt werden. Nach einigen Schmeicheleien für das Blatt heißt es: &#8222;Das wollt ihr doch hören, ihr Machos!&#8220; Gezeigt werden Frauen, die sich anscheinend nicht den Mund verbieten lassen, die stark und unabhängig wirken &#8211; und damit eigentlich doch nach der Pfeife der &#8222;Machos&#8220; tanzen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/brushedthewrongway.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/brushedthewrongway.wordpress.com/19/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=brushedthewrongway.wordpress.com&amp;blog=24414834&amp;post=19&amp;subd=brushedthewrongway&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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